Spanische Liga
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Es ist einer der Traditionsclubs im schönen Spanien, der in der jüngeren Vergangenheit eine ähnlich schlechte Bilanz wie der deutsche Hamburger SV aufweist. Deportivo La Coruna war vor 20 Jahren noch Meister der spanischen Liga, heute fechtet Vereinspräsident Fernando Vidal einen eigentlich schon beschlossenen Abstieg in die dritte Liga an.

Was ist passiert?

Deportivo La Coruna verabschiedet sich, mit großer Wahrscheinlichkeit, aus der zweiten spanischen Liga. Einer will das nicht akzeptieren: Fernando Vidal, der Kopf des Traditionsvereins. Doch was ist eigentlich passiert? Die zweite spanische Liga litt, wie alle anderen Ligen rund um den Globus ebenfalls, unter der Covid-19-Pandemie. Spiele mussten wochenlang verschoben, neu terminiert und teilweise durcheinander abgehalten werden. 

Geht es nach Vidal, griff die Terminierung der einzelnen Spiele und Spieltage konkret in die Chancen von Deportivo La Coruna ein. Er bemängelt, dass die Konkurrenz bereits spielen durfte, während Deportivo noch an der Seitenlinie saß – deren Spiel wurde kurzfristig abgesagt. Nachdem die unmittelbaren Konkurrenten punkteten, stand der Abstieg von Deportivo fest. Vidal bemängelt, dass Spiele, bei denen es sich unmittelbar um den Auf- oder Abstieg dreht, zeitgleich stattfinden müssen. So war es Deportivo nicht möglich Druck auf die Konkurrenten auszuüben, wodurch denen laut Vidal ein erheblicher psychologischer Vorteil entstand.

Der Klub möchte sein Recht, die komplette Wiederholung des Spieltages, notfalls auch vor Gericht erstreiten. Deportivo La Coruna sieht sich selbst, wie sie im Zuge dieser Ankündigung bekanntgaben, keinesfalls als Absteiger. Ein Nachholspiel gegen Fuenlabrada wird eh noch ausgetragen, punktetechnisch reicht das aber nicht. Deshalb fordern die Verantwortlichen eine komplette Wiederholung des Spieltages.

Deportivo La Coruna – ein beispielloser Abstieg

Zwei Jahrzehnte ist es her, da schossen Stars wie Pauleta und Roy Makaay Deportivo zum Titel. Sogar in der Champions League spielte man eine große Rolle, fegte im Halbfinale 2004 den AC Mailand vom Parkett. Anschließend ging es bergab: Viele Stars verließen Deportivo La Coruna in Richtung großer Vereine wie Real Madrid oder Barcelona, es folgte der Abstieg aus der Primera Division – mit anschließendem Aufstieg. Das ganze Spiel wurde satte dreimal wiederholt. Dazu kam ein beispielloser Trainerverschleiß: 15 Trainer in den letzten 15 Jahren saßen bei Deportivo La Coruna am Ruder. Nun geht es wohl in die dritte Liga – und damit endgültig in die Bedeutungslosigkeit des Profifußballs.

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