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André Schürrle darf auf eine internationale, von vielen Höhen, aber auch zahlreichen Tiefen geprägte Karriere zurückblicken. Bei der WM 2014 brachte er uns als Joker mit seiner Vorbereitung den Titel, danach ging es karrieretechnisch nahezu kontinuierlich bergab. Ende Juli macht er Schluss: Der Vertrag mit der Borussia Dortmund wurde schon beendet.

Schürrle fühlte sich im Profifußball nicht mehr wohl…

Mit gerade einmal 29 das Karriereende: Für viele andere Profifußballer nicht vorstellbar, packt sie doch immer noch die Leidenschaft, die zudem außerordentlich gut bezahlt wird. Für André Schürrle ist das anders, wie er nach Auflösung seines laufenden Vertrags selbst kundgetan hat. Den hatte er beim Titelaspiranten aus Dortmund, verliehen war er aber an Spartak Moskau – und zuvor bereits an FC Fulham. Der Vertrag war eigentlich bis zum Jahr 2021 datiert.

Beides keine großen Stationen und sicherlich nicht das, was einmal von einem Kaliber wie Schürrle erwartet wurde. Wie er selbst sagt, wurden die Höhen im seltener, die Tiefen dafür immer tiefer. Das vorzeitige Karriereende sei eine Entscheidung, die „schon lange“ ihn ihm gereift sei. Lobende Worte für die Öffentlichkeit und speziell die Medien findet er nicht. So gibt er an, sehr darunter zu gelitten zu haben, medial entweder als der Held oder größte Depp dargestellt worden zu sein.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Profifußballer die mediale Kritik so zu Herzen nimmt, dass nur noch ein Schlussstrich in Frage kommt. Das wissen auch seine Kollegen, zum Beispiel Jan Kirchhoff, der in seiner Kolumne davon spricht, die Erwartungshaltung an Schürrle sei völlig falsch gewesen. Kirchhoff bemängelt, Schürrle sei ein „Arbeitstier“ gewesen, aber nicht der Unterscheidungsspieler, zu dem ihm die Medien auch nach seiner Vorlage im Jahr 2014 ernannten. Der aus dieser Erwartungshaltung resultierende Druck war es schließlich, den Schürrle nicht mehr hinnehmen wollte.

Eine große, aber nicht immer zufriedenstellende Karriere

Schürrles Karriere als Profi begann beim FSV Mainz 05, wo er gemeinsam mit Holtby ein beeindruckendes Offensivtrio abgibt. Später wechselt er erstmals, hin zu Bayer Leverkusen, im Sommer 2013 ging es schließlich zu Chelsea – ein Jahr, bevor er bei der WM 2014 seine wohl bekannteste und wichtigste Torvorlage gibt. In England konnte er sich nie wirklich durchsetzen, unter Trainer Jose Mourinho später noch weniger. Was folgte war ein Wechsel zu Wolfsburg, dann zu Dortmund, im Anschluss diverse Leihgaben zu zweit- und drittrangigen Vereinen in England und Russland. Schürrle beendet seine Karriere damit auf einem Tiefpunkt – mit gerade einmal 29 Jahren.

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